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08.01.2026
15:00 Uhr
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Je nach IT-Strategie sind die Angebote für industrielle Lösungen sehr breit gefächert. Wir geben einen Überblick und erklären die treibenden Faktoren.

Der Markt für industrielle Applikationen und Plattformen hat sich in den vergangenen Jahren konsolidiert und vertikalisiert. Der Trend geht vom generischen IoT-Stack zu den integrierten Industrial-Cloud- und Edge-Plattformen mit zugehörigen App-Marktplätzen und umfangreicher KI-Unterstützung. Laut Global Market Insights soll der Markt für industrielle Plattformen von 68,5 Milliarden Dollar im Jahr 2023 bis 2032 auf 289,5 Milliarden Dollar anwachsen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 17,5 Prozent.
Der Fokus der aktuellen Projekte liegt dabei auf den klassischen industriellen Anwendungsfeldern, also Asset Performance Management (APM), Predictive Maintenance, Supply Chain Management (SCM), Remote Monitoring and Control (RMC) und Qualitätsüberwachung. Besonders stark wächst der Bereich der visuellen Inspektion an der Edge: Kamerasysteme erkennen Qualitätsabweichungen in Echtzeit, ohne dass Daten in die Cloud übertragen werden müssen. Daneben gewinnen OEE-Analysen (Overall Equipment Effectiveness) und die datenbasierte Optimierung von Produktionsprozessen an Bedeutung.
Die Branchenschwerpunkte bleiben klar: Vor allem die diskrete Fertigung und der Automotive-Bereich treiben die Entwicklung voran, Prozessindustrien folgen mit Fokus auf Asset-Monitoring und Energiemanagement. Hoch regulierte Branchen wie Pharma oder Lebensmittel nutzen zunehmend SaaS-basierte MES (Manufacturing Execution Systems) und Lösungen zur Qualitätssicherung, um die vielen neuen Auditanforderungen zu erfüllen.